14.02.2022

Die Geschichte des DSTRCT (4/6)

Berlin wächst. Das Geschäft brummt.

Mittwochs und samstags ist Markttag am Zentralen Vieh- und Schlachthof. Bis zu 400 Händler und 3.000 Käufer kommen sodann hier zusammen, um die Tiere zu begutachten, die in getrennten Verkaufshallen veräußert werden. So gibt es die Schweine-, Hammel-, Rinder- und Kälberverkaufshallen. Organisiert wird der Handel von einer eigenen Börse auf dem Gelände, welche die Preise festsetzt und zum Geschäftsbeginn veröffentlicht.

Der Börsensaal des Zentralen Viehhofs in der Eldenaer Straße, Berlin, um 1890 (Fotograf: Georg Bartels, Reproduktion: Dorin Alexandru Ionita, Stiftung Stadtmuseum Berlin).

Banken, Viehversicherungen und zwei Poststellen siedeln sich an sowie elf Restaurants und Schankstuben, Zigaretten- und Tabakläden, eine Wäscherei, Friseure, Optiker, Schmiede, Messerschleifer und andere Gewerbe. Am Ende jedes Markttags verfasst die Direktion einen amtlichen Bericht über Auftriebszahlen, gehandelte Preisspannen, einzelne Tierrassen und den allgemeinen Marktverlauf.

Verkaufstrubel unter den Viehhändlern in der Schweineverkaufshalle um 1914 (Fotograf: Otto Haeckel, Berlin-Friedenau).

Ab 1925 – die Stadtbevölkerung hat sich seit Gründung des Vieh- und Schlachthofs auf rund 4 Millionen Einwohner vervierfacht – sorgt die Eröffnung der Großmarkthallen zum Fleischverkauf für ein noch bunteres Markttreiben. Neben Tieren und Fleisch werden nun auch Fell-, Horn- und Innereiprodukte gehandelt. Der Bedarf ist enorm. Und wie die Einwohnerzahl Berlins wächst, so wächst die Nachfrage und somit auch der Zentrale Vieh- und Schlachthof.

»[…] die erste Aufgabe, welche verfolgt werden muß, (ist) nicht die Herstellung billigen, sondern gesunden Fleisches […]«

Robert Virchow, 1874
Das Innere des Börsensaals um 1896 (Bildquelle: Gemeinfrei).

Teil 5 der 6-teiligen Reihe zur Geschichte des DSTRCT.Berlins widmet sich dem Thema „Modern und effizient. Die Stadt in der Stadt.“ und veröffentlichen wir in wenigen Tagen hier auf unserer Website. Bleiben Sie also neugierig.

Einen Teil verpasst? Kein Problem. Lesen Sie hier:

Teil 1: Der Beginn. Ein innovatives Konzept.

Teil 2: Kurze Wege. Intelligent vernetzt.

Teil 3: Im Fokus: Gesundheit von Mensch und Tier.

HB Reavis Germany GmbH

Matthias Goßmann

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